Die
Blubber-Redaktion hatte von der großen Aktion gehört.
Eine lila Spur sollte auf die Straße gepinselt werden. In
4 Tagen sollten dazu 160 Veranstaltungen stattfinden. In 20 Gemeinden
mit etwa 7000 Teilnehmern. Damit sollte an die furchtbaren Verbrechen
der Nazis erinnert werden.
1940
wurden nämlich über 10.000 psychisch kranke und geistig
behinderte Menschen ermordet. Und zwar in Grafeneck auf der Schwäbischen
Alb. Dort startete auch die Spur. Sie führt bis nach Stuttgart
vor das Innenministerium.
Wir
fanden diese Erinnerungs-Aktion wichtig und gut. So etwas darf
nie wieder passieren. Und deshalb darf so etwas grausames aber
auch nicht einfach vergessen werden. Wir beschlossen das letzte
Stück der "Spur der Erinnerung" mit zu laufen:
Am
16.Oktober 2009 sind wir also das letzte Teilstück mitgelaufen:
vom Markusplatz zum Karlsplatz in Stuttgart. Dabei waren verschiedene
Laufgruppen wie der Aktionskreis Behinderter (AKB) aus Kirchheim/Teck
und auch Einzelpersonen. Und natürlich die Veranstalter der
"gelaufenen Spur". Damit es auch Reibungslos ablief,
haben 2 Polizisten auf Motorrädern uns die ganze Teilstrecke
über begleitet.
Ich
dachte auch bei dem Lauf ein bisschen an die früheren 80er
Jahre, wo ich mal bei einer Aktion von der Friedensbewegung teilgenommen
habe. Dort haben wir eine Menschenkette gemacht.
Das
Abschlussfest fand auf dem Karlsplatz statt. Dort war eine Bühne.
Am Ende des Laufes wurden die Läufer von dort begrüßt.
Es
gab weitere Veranstaltungen auf der Bühne: Reden, Musik,
Vorlesungen usw.
Ringsherum
waren Stände von verschiedene Vereinen, Wohnheimen und Werkstätten
für Menschen mit Behinderung.
Für
uns war der Lauf sehr anstrengend. Das Wetter war leider sehr
schlecht. Es hat geregnet und dadurch war es sehr rutschig. Aber
wir haben es geschafft. Wir sind stolz unseren Teil zur Erinnerung
beigetragen zu haben!
Mehr
Informationen, viele Fotos und einen Film über die Spur der
Erinnerung findet ihr unter:
www.spur-der-erinnerung.de
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