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Wohnen in der Außenwohngruppe
Von Alexander Klein

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1999 zogen Dani, Sabine, Alex und Thomas in das damals neuerbaute Wohnheim der Lebenshilfe in Sinsheim. Insgesamt wohnen dort 32 Bewohner im Alter von 19-56 Jahren. Nur zwei Jahre später eröffnete die Lebenshilfe eine Außenwohngruppe (AWG) nicht weit vom Wohnheim entfernt. In dieser AWG können bis zu sieben Erwachsene selbständig wohnen und leben, erhalten aber auf Wunsch Hilfe und Assistenz von einem Betreuer-Team. Dani, Sabine, Alex und Thomas leben seit dem 01.07.2001 in ihrem eigenen Haus und haben nun einmal die Gelegenheit genutzt, in einer kleinen Gesprächsrunde eine erste Bilanz zu ziehen.

 

Was sind Vor-und Nachteile des Wohnens in der AWG ?

Alex: Der Alltag funktioniert besser als in der großen Gemeinschaft im Wohnheim; weil man sich in einer großen Gemeinschaft eher zurückzieht als in einer kleinen.


Eigener Herd ist Goldes wert.

 

Dani: Ich habe mich sehr gut eingewöhnt. Mir geht es persönlich sehr viel besser als in der großen Gruppe mit 32 Bewohnern. Ich bin viel ausgeglichener und fühle mich psychisch besser als in einer großen Gruppe. Ich bin auch viel ruhiger geworden und selbständiger. Die Arbeit im Haushalt gelingt mir viel besser, beim Kochen und Backen. Ich würde es bereuen, wenn ich hier ausziehen würde.

Thomas: Ich bin auch sehr froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe, in die AWG. Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich freue mich, dass ich diesen Hausmeisterjob habe.

 

Wo gibt es Unterschiede zwischen AWG und Wohnheim ?

Thomas: In der AWG ist es viel ruhiger. Es ist morgens nicht gleich so laut. Man ist mehr selbständig. Die Einrichtung meines Zimmers kann ich selbst wählen. Die Versorgung mit Essen ist sehr gut, weil wir selbst kochen und einkaufen.

Alex: In der AWG wird man nicht belästigt. Wer ins Zimmer möchte, klopft an. Auch wenn das Zimmer offen steht und niemand im Zimmer ist, geht nicht jeder rein. Nicht so gut finde ich einen unserer Nachbarn, weil er über jedes bisschen etwas auszusetzen hat.

Das Allerbeste finde ich, dass ich einen Internet-Anschluss habe und mein Zimmer fast dreimal so groß ist wie das im Wohnheim. Und dass die Betreuer jeden "Scheiß" mitmachen. Nicht so gut finde ich, dass die Zeit der Anwesenheit der Betreuer tagsüber immer weniger wird.


Mit dem Computer in den
BLUBBERCLUB...

Dani: In der AWG ist es nicht so laut, es ist ruhiger und schöner. Es harmoniert viel besser mit Rita und Uli. Die Zusammenarbeit ist viel besser als im Wohnheim. In der AWG ist es schöner. Es gibt viele interessante Themen. Es gibt leider viele Schnaken.

 

Info:
Alexander Klein in 26 Jahre alt, Bewohner der neuen AWG und arbeitet in den Kraichgau-Werkstätten in Sinsheim. Seine Hobbies sind Computer, Sport, Musik und DVDs. Außerdem ist er Mitglied der "Quatschbläddl"- Redaktion, der Wohnheim-Zeitung der Lebenshilfe Sinsheim.

 

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