Interview
des Beirats
beim Landesverband der Lebenshilfe Baden-Württemberg
Am
23. Juli 2001
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Interviewerin:
Wie lange gibt es bereits den Beirat?
Beirat:
Seit 1996
Interviewerin:
Was sind die Aufgaben des Beirats?
Beirat:
Der Beirat ist da, dass man den Behinderten helfen kann, wenn
sie Sorgen und Probleme haben und so. Und dass wir da einspringen,
damit es denen gut geht.
Interviewerin:
Gibt es Erfolge?
Beirat:
Wir haben mal eine Resolution gemacht, eine Stimmsammlung / Umfrage
für die Lohnerhöhung in Baden-Württemberg und an
die tausend Stimmen gesammelt. Aber es wurde dann abgeschmettert
vom Landeswohlfahrtsverband.
Wir
haben die Fachtagung für Werkstatträte ins Leben gerufen.
Und eine Fachtagung für Sexualität für Menschen
mit und ohne Behinderung haben wir mitveranstaltet und ins Leben
gerufen. Das war echt Klasse und müssen wir mal wieder machen.
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Immer mit vollem Einsatz dabei.
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Interviewerin:
Wie reagieren die Kollegen in Wohnheim und Werkstatt, wenn Sie
zu den Beiratssitzungen fahren? Glauben die, Sie fahren mal wieder
zum Kaffee trinken nach Stuttgart?
Beirat:
Erstens einmal ist das Arbeit. Es gibt immer ein paar Leute die
motzen, die wirds auch immer geben, aber ich würde sagen
die Arbeit ist wichtig.
Fahr
ruhig hin, damit du etwas lernst auf der Fortbildung. Ich soll
das Amt weitermachen.
Bei
mir ist es so: Die fragen zwar wo ich hingehe und ich sage ihnen
dann ich fahre nach Stuttgart zu Beiratssitzung und dann ist das
für die O.K. Und wenn ich wieder heim komme, dann wollen
sie natürlich auch was wissen. Und ich Berichte dann.
Wenn
wir mal länger weg müssen, wird dann schon hinterfragt
vor allem von den Kollegen. Wenn ich in der Werkstattratsitzung
erzähle von der Mitwirkungsverordnung, vom SgB 9, von den
Dingen die wir hier so hören. Das ist ja unsere Aufgabe die
Dinge weiterzubringen, miteinander auszutauschen. Die Kollegen
sagen dann oft, weil sie es nicht verstehen oder sich nicht die
Zeit nehmen, dass das nicht hier rein gehört. Aber da muß
man dann ab und zu mal sagen, dass die Arbeit hier im Beirat ziemlich
wichtig ist, weil wir halt dadurch die Chance haben, uns zu vertreten.
Wir alle miteinander sind das Sprachrohr für unsere Kollegen
und Kolleginnen und das ist unheimlich wichtig. Wir dürfen
uns als Lobby betrachten. Aber das rüberzubringen ist oft
schwierig.
Interviewerin:
Wie oft trifft sich der Beirat? Beirat: Vier bis fünf mal
im Jahr Interviewerin: Fühlen Sie sich als Beirat ernst genommen?
Beirat:
Der Vorstand des Landesverbandes nutzt den Beirat als Informationsquelle,
wenn es drum geht wie es den Kollegen so geht - wo gibt es Dinge
die man noch verbessern kann. Ja das kann man schon so sagen,
dass der Beirat als Informationsquelle dient, zum Austausch und
zur Unterstützung in der Behindertenarbeit.
Wir
dürfen zum Vorstand der Lebenshilfe hingehen und die sagen
nicht wie wir es zu machen haben, sondern die stellen sich darauf
ein wie wir das machen. Das finde ich ganz toll von denen.
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Hier wird man gehört.
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Interviewerin:
Was würden Sie sich für die Arbeit im Beirat wünschen?
Beirat:
Also ich würde mir wünschen, dass wir mit dem Beirat
so weiterarbeiten wie bisher, aber das wir auch da sind
wir eigentlich gerade schon dabei mit unserem eigenen Prospekt
den wir auf die Beine gestellt haben und das wir es schaffen
immer ein bißchen mehr Gewicht zu finden für unsere
Kollegen. Das heißt, dass sie sich mehr trauen auf uns zuzugehen
und uns erzählen, was ihnen wichtig ist.
Vielen
Dank für das Gespräch.
Kontakt
zum Beirat bekommen Sie direkt über den Landesverband
der Lebenshilfe Baden-Württemberg.
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