"Wo
die Herzen wilder schlagen..."
- Die Karl May Festspiele in Bad Segeberg.
Eine
Theaterbesprechung von Annett Franke
Die
Karl May Festspiele finden seit vielen Jahrzehnten von Juni bis
September am Fuße des Kalkberges im Schleswig-Holsteinischen
Bad Segeberg statt.
Dort
gibt es eine Freilichtbühne, die den Theaterbesuch noch steigert,
da das Wetter und das Licht eine nicht unwichtige Nebenrolle spielen.
Meistens
gibt es zwei Veranstaltungen pro Tag, eine am Nachmittag und eine
abends. Nach der Abendvorstellung werden auch Feuerwerke abgebrannt.
Das Freilufttheater wird außerhalb der Karl May Saison auch
als Musikbühne genutzt, es hat einen geräumigen Parkplatz
mit über dreitausend Stellplätzen, u.a. mit besonderen
Behindertenparkplätzen.
Am
23. September sind Willi, Klaus, Dennis und ich, die Autorin dieses
Berichts, mit unserem Betreuer Peter nach Bad Segeberg gefahren.
Das Wetter war warm und trocken, aber die Nachmittagsvorstellung
war dennoch nicht ausverkauft.
Ich
sitze im Rollstuhl und deshalb haben wir uns auf Plätze weiter
oben in der Arena gesetzt. Die unteren Plätze sind nur über
Stufen zu erreichen.
Die
Eintrittskarten waren vorbestellt; wir waren rechtzeitig da, um
sie abzuholen und vor Beginn der Veranstaltung noch ein Picknick
zu machen.
Wir
sahen das Stück "Im Tal des Todes", das ausgesprochen
spannend war. Laute Schüsse, wilde Verfolgungsjagden, aber
auch leise Liebesszenen gehören dazu.
Alle
Hauptdarsteller waren sehr gut und auch die Nebenrollen und die
Massenszenen haben überzeugt.
Jochen
Baumert war ein lustiger "Sam Hawkens", Jörg Bundschuh
überzeugte als "Hobble Frank". Gojko Mitic war
der imposante "Winnetou" und der ebenfalls schöne
Reiner Schöne gab den mutigen Helden "Old Firehand".
Norbert
Schultze jr. hielt als Regisseur alles gut zusammen.
Nach
der Vorstellung habe ich mir ein Souvenir schenken lassen:
Ein indianisches Perlenmosaik, das ich als Halskette trage. Das
Souvenirgeschäft ist mit Informationen über Karl May,
das Stück und Geschenken gut ausgestattet. Eine Stufe ist
auch für Rollstuhlfahrer kein größeres Problem.
Die
Karl May Spiele haben eine informative und übersichtliche
Webseite. Damit kann man Karten bestellen, die Sitzverteilung
sehen und nützliche Informationen über die Schauspieler
bekommen.
Unsere
Karten kosteten elf Euro. Das ist nicht zuviel für einen
schönen Nachmittag, an dem unsere Herzen - dem Motto der
Festspiele gemäß - wirklich wilder schlugen.
Annett
Franke
Die
Webseite der Festspiele ist: http://www.karl-may-spiele.de
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